Klenze
Bestand als Ausgangspunkt
Im Münchner Glockenbachviertel, unweit des Gärtnerplatzes, wurde untersucht, wie ein gewachsenes Gebäudeensemble langfristig weiterentwickelt werden kann. Ziel der Machbarkeitsstudie war es, die vorhandene Substanz weitgehend zu erhalten und gleichzeitig neue Potenziale für Büro-, Werkstatt- und Wohnnutzungen zu erschließen.
Die Strategie setzt auf gezielte Ergänzungen, behutsame Aufstockungen und die intelligente Weiterentwicklung des Bestands als Grundlage für einen zukunftsfähigen Standort.
Ein neues Bürogebäude ergänzt das Ensemble und fügt sich präzise in die bestehende Blockstruktur ein. Bestand und Erweiterung werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern zu einem zusammenhängenden städtebaulichen und funktionalen Konzept verbunden. So entstehen zusätzliche Nutzungsqualitäten, ohne die Identität des Ortes zu überformen.
Alle Gebäude werden in ein gemeinsames ESG-Konzept eingebunden. Neben der nachhaltigen Weiterentwicklung der Bausubstanz rücken auch die Freiräume in den Fokus. Der Innenhof wird neu strukturiert, begrünt und künftig in einen funktionalen Erschließungshof sowie einen ruhigen Aufenthaltshof gegliedert. So entsteht ein Umfeld, das Nutzung, Bewegung und Aufenthalt sinnvoll miteinander verbindet.
frühzeitige Einbindung
von Fachingenieuren und einem GU
Bereits in der frühen Konzeptphase wurden Fachingenieure und Generalunternehmer in den Prozess eingebunden. Die enge Verzahnung von Planung, Technik und Realisierung schafft belastbare Entscheidungsgrundlagen und ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung der zukünftigen Entwicklung. Nicht Ersatz, sondern die gezielte Aktivierung vorhandener Potenziale bildet die Grundlage des Konzepts.