B29
Zeisswerke, Bauteil B29
Für die Erweiterung des Deutschen Patent- und Markenamts im historischen Bauteil B29 der ehemaligen Zeiss-Werke in Jena wurde untersucht, wie zusätzliche Flächen innerhalb des denkmalgeschützten Bestands aktiviert werden können. Das von Emil Fahrenkamp entworfene Gebäude bildet dabei nicht nur den räumlichen Rahmen, sondern auch den Ausgangspunkt der Entwicklung.
Das Ergebnis ist ein Konzept, das die vorhandene Substanz respektiert, neue Arbeitswelten ermöglicht und den Standort um zusätzliche Büro-, Kommunikations- und Sondernutzungsflächen erweitert. So wird die langfristige Nutzung des Gebäudes gestärkt und seine historische Identität bewahrt.
Mit der Ausweitung auf das 2. Obergeschoss entstehen zusätzliche Arbeits- und Kommunikationsflächen sowie eine klar formulierte Adressbildung. Neue Konferenzbereiche, Aufenthaltszonen und informelle Begegnungsorte ergänzen die klassische Bürostruktur und schaffen ein Arbeitsumfeld, das Austausch und Zusammenarbeit gezielt fördert.
neues Raumkonzept
nach Wunsch des Mieters mit traditioneller Büroaufteilung und neuen Flächen für Begegnung
Eine besondere Rolle spielt der Innenhof. Durch seine Neuordnung entsteht ein qualitätsvoller Außenraum, der Bestand und Ergänzung miteinander verbindet. Die neue Fassadensituation orientiert sich am denkmalgeschützten Gebäude und entwickelt dessen architektonische Logik präzise weiter. Alle Eingriffe wurden mit Blick auf die historische Substanz und ihre langfristige Erhaltung konzipiert und in vorbildlicher Weise mit der Denkmalbehörde abgestimmt.
Auch im Inneren bleibt die konstruktive Identität des Gebäudes bewusst sichtbar. Tragwerk, Raumstruktur und prägende Bestandsmerkmale bleiben ablesbar und bilden den Rahmen für die neuen Nutzungen. Neben Büroflächen integriert das Raumprogramm Bibliothek, Archiv-, Ausstellungs- und Multifunktionsbereiche. So entsteht eine zukunftsfähige Arbeitsumgebung, die den Charakter des Denkmals bewahrt und zugleich neue Anforderungen aufnimmt.
Denkmalschutz
umfangreiche Abstimmungen mit Denkmalbehörde Jena